München für Münchner

Am 6.12.2016 wird es erstmals in München eine Nikolaus-Feier nur für die Gäste der Münchner Tafel geben. Auf speziellen Wunsch des Münchner Unternehmes FUNK Catering und der beiden Geschäftsführer Jörg Hanusa und Alexander Rackl, wird das Charity-Event in der neuen und exklusiven Location von München – „Alte Bayerische Staatsbank“ – stattfinden. Was FUNK Catering dazu bewogen hat, dieses Event ins Leben zu rufen und warum es eine wahre Herzensangelegenheit ist, erläutert Geschäftsführer Jörg Hanusa im Gespräch mit „CHARITY MÜNCHEN

Herr Hanusa, am 06.12. findet dieses Jahr eine ganz besondere Veranstaltung statt. Worum genau geht es?

Es handelt sich um unser Event „München für Münchner“ . Erstmalig wird es in München am 6.12. eine Veranstaltung nur für die Gäste der Münchner Tafel geben. Ca. 600 Gäste werden von uns versorgt mit Speisen, Getränken, Kinderspielecke und alles was den Menschen gut tut. Als wir von der Münchner Tafel erfahren haben, wie viele Mitmenschen in München auf die Tafel angewiesen sind, mussten wir nicht lange überlegen um diese Veranstaltung ins Leben zu rufen.

 

Die alte Staatsbank im Herzen Münchens war bis vor kurzem noch der Arbeitsplatz des Vorstandes der HypoVereinsbank. Wie ist es Ihnen möglich dort Menschen zu bewirten?

Auch schon zu Zeiten der HypoVereinsbank/ UniCredit gab es hier Veranstaltungen. Jetzt ist es uns, als neuer Betreiber, einfach möglich hier eine komplette Event- Location anzubieten. Da wir vor Ort auch unsere Küche eingebaut haben, bereiten wir alles frisch für jede Veranstaltung vor. FUNK Catering ist dafür bekannt eines der besten Catering Unternehmen in München zu sein und darauf legen wir auch in der „Alten Bayerischen Staatsbank“ sehr viel wert.

Sie finanzieren die Veranstaltung aus eigenen Mitteln. Was hat Sie dazu bewogen eine derart große Nikolaus-Feier zu organisieren?

Wie gesagt, die Zahlen der bedürftigen Menschen in München sprechen doch für sich. Es ist keine Frage des warum! Wir sind ein München Unternehmer mit viel Herzblut und Leidenschaft für unsere Stadt. Da ist es für uns ein Geschenk auch etwas für die Menschen zu tun, die in unserer Gesellschaft am Rand leben.

Sie wollen 600 Menschen verköstigen. Wie gelingt es Ihnen so viele Leute zu erreichen?

Mit Hilfe der Münchner Tafel wissen wir, an welchen Orten wir die Menschen mit unserer Einladung erreichen können.

Sie sagen, es wird neben einem reichhaltigen Mahl auch ein paar Überraschungen für Ihre Gäste geben… können Sie da schon etwas verraten?

Nur so viel, der Beginn der Adventszeit wird dementsprechend gefeiert. Wir haben da auch an die Kinder gedacht und halten es ganz einfach: jeder soll an diesem Tag einen schönen Nikolaus Abend haben. Mit Plätzchen backen, Adventsmusik und kleinen Geschenken …

Viele Menschen werden an diesem Tag ehrenamtlich mithelfen. Wie ist Ihre Erfahrung mit der Hilfsbereitschaft der Münchner Bürger?

Ich spüre vor allem in meinem Team und meinem nahem Umfeld wie groß das Herz der Münchener ist. Trotzdem überrascht es mich natürlich, wie viele Menschen ihre Hilfe anbieten. Ich bin einfach stolz darauf in einer so herzlichen Stadt zu sein und inmitten solcher Hilfsbereitschaft.

Frau Kiethe, über Ihre großartige Organisation haben wir bereits berichtet. Nun haben wir erfahren, dass den Gästen der Münchner Tafel in diesem Jahr eine ganz besondere Nikolaus-Feier bevorsteht. Können Sie uns darüber etwas verraten?

Heute früh habe ich unsere 150 Tafelgäste auf ihre Pilgerreise nach Rom verabschiedet. Wir konnten diese Aktion an unserem Haushalt vorbei über großherzige Tafelfreunde finanzieren.Es war sehr berührend, wie diese Menschen sich auf die Tage in Rom und auf die Begegnung mit dem Papst freuten. Sie fielen mir reihenweise um den Hals. Ich erzähle dies, um Ihnen zu verdeutlichen, wie sehr unsere Tafelgäste sich über Aktionen, an denen sie teilnehmen dürfen, freuen. Hier geht es um ein Stück Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von dem sie weitgehend ausgeschlossen sind. Und genau so ist es mit der bevorstehenden Nikolausfeier, welche ein ganz besonderes Event werden wird.

Die Einladungen werden bereits verteilt. Wie ist die Resonanz?

Über unsere Stationsleiter verteilen wir 600 Einladungen an ausgewählte Gäste, die der besonderen Zuwendung bedürfen. Das ist nicht einfach, denn am liebsten würden natürlich alle kommen, aber dann müssten Sie sozusagen eine Große Kreisstadt wie Traunstein (19.642 Einwohner) versorgen, denn unsere Gästezahl ist inzwischen auf 20.000 in der Woche angewachsen.

Armut ist ein sehr aktuelles Thema. Wie würden Sie die Entwicklung beschreiben?

Die Struktur der Tafelgäste entspricht ziemlich genau der Bevölkerungsstruktur der Stadt München mit einem relativ hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund. Sich mehrende Anfragen von Flüchtlingen werden ebenso bearbeitet, wie Anfragen von deutschen Mitbürgern – bei der Tafel gibt es keine Unterschiede, aber wir konnten so immer die Kontrolle behalten, ohne eine Gruppe zu bevorzugen oder zu benachteiligen. Die Münchner Tafel ist für alle Menschen in Not da!

Die Nikolaus-Feier findet in einem ganz besonderen Ambiente statt. Das ist sogar für Münchner Verhältnisse etwas Besonderes….

Wie bereits gesagt, ist es für Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben immer wieder ein besonderes Erlebnis, wenn sie in einem so besonderen Ambiente bewirtet werden und damit für ein paar Stunden wieder das Gefühl eines „normalen“ Lebens empfinden dürfen.